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Test: Metal Gear Solid V: Phantom Pain

“The Man Who Sold The World” – David Bowie

We passed upon the stair, we spoke of was and when
Although I wasn’t there, he said I was his friend
Which came as some surprise I spoke into his eyes
I thought you died alone, a long long time ago

Oh no, not me
I never lost control
You’re face to face
With The Man Who Sold The World

Big Boss, gesprochen von Kiefer Sutherland, is back!

Gezeichnet von den Ereignissen neun Jahre zuvor in Ground Zeroes, erwacht Naked Snake—auch bekannt als Big Boss—aus dem Koma und kennt nur ein Ziel: Rache ausüben an denjenigen, der ihn verstümmelte, seine Heimatbasis vernichtete und ihm beinahe alles nahm, was ihm wichtig war. Sein Weg führt ihn dabei missionsweise nach Afghanistan und in das Zentrale Afrika, in einer offenen, detailverliebten Spielwelt, und wird dabei über seinen iDroid von bekannten Figuren wie Ocelot und Miller unterstützt. An seinem “Arbeitsplatz” abgesetzt wird man dabei meistens “like a Boss” mit dem Hubschrauber.

Sehr gefallen hatten mir die umfangreichen Möglichkeiten eine Mission abzuschließen. Man kann dabei komplett auf nicht-tödliche Gadgets zurückgreifen und muss zum Abschließen der Haupt-Handlung nur wenige “Kills” absolvieren. Das Treibt den Schwierigkeitsgrad und die Dauer der Missionen nach oben und aus Zeitgründen wählte ich meistens die zeiteffizientere Variante und ließ deutlich öfter die Waffen sprechen.

Die Spielweise wirkt sich auch auf spätere Missionen in der Form aus, dass die Gegner möglichst passendes Equipment tragen. Ballert man sich eher durch, tragen die Gegner vermehrt gepanzerte Vollschutzanzüge, Schleichprofis müssen sich mit Scharfschützen, die Nachtvisiere tragen, auseinandersetzen.

Im weiteren Spielverlauf errichtet Big Boss eine neue “Mother Base”, die die Heimat von ihm und seinem eigenen Söldertrupp “Diamond Dogs” wird. Dort werden auch neue Gagdets und Waffen für Big Boss entwickelt, für die der Spieler Geldmittel (GMP) und andere Resourcen benötigt. GMP bekommt der Spieler für abgeschlossene Mission, die auch jederzeit wiederholt werden können, für das stehlen und verkaufen von Ausrüstung und vieles mehr.

Technisch gibt es an Metal Gear wenig auszusetzten. Die Cutszenen sind in bester Hollywoodmanier produziert und die Fox-Engine werkelt ohne große Frameschwankungen auch auf älteren Rechnern flüssig mit mittleren Details und sieht dabei noch ziemlich gut aus. Mit neueren Grafikkarten und hohen Grafikeinstellungen wird für ein Open-World-Game schon ein ziemliches Grafikfeuerwerk abgebrannt, mit einem Crysis 3 kann sich Phantom Pain grafisch jedoch nicht messen.

Die Steuerung ist, typisch für Japanische Entwickler, ziemlich komplex, aber auch gleichzeitig sehr durchdacht und hier gibt es eigentlich nichts was mich stört. Wo wir beim stören sind: MGS V macht vieles richtig, aber einer der Kritikpunkte ist das Erzähltempo der Handlung. Nach einem relativ wuchtigen Einstieg kurz nach Big Boss’s Aufwachen, hat das Game im mittleren Teil einen Durchhänger, was zumindest soweit entschädigt wird, dass im Finale von “Kapitel 1” die ganzen losen Erzählstränge zusammen laufen und auch, über abspielbare Kassetten als Audio-Logs, noch mal ergänzend erklärt werden.

Im kürzeren, zweiten Kapitel, wird dann leider komplett auf ein paar recycelte Level gesetzt. Man hat das Gefühl, dass Konami hier wohl nach hinten raus den Geldhand zudrehte und das Spiel endlich veröffentlicht werden sollte (ein drittes Kapitel wurde komplett aus dem Spiel gestrichen). Ein bekanntes Problem der Spielebranche.

Dies ist auch ein weiterer kritischer Aspekt: Es wird zu viel vom Leveldesign im Spiel recycelt. Man schleicht oder ballert sich gut und gerne zwei bis drei Mal mit nur wenig unterschiedlichen Zielen in die gleiche Basis. Kapitel 2 wirkt einfach zu unfertig. Was auch daran liegt, dass zum Vorankommen in der Story alte Missionen mit höheren Schwierigkeitsgrad und ein paar kleine Nebenmissionen absolviert werden müssen. Wenigstens wurden aufgewärmten Missionen in dieser Form nicht als kostenpflichter DLC rausgehauen.

Alles in allem wurde ich sehr gut durch Metal Gear Solid V: Phantom Pain unterhalten. Wer Geduld und eine gewisse Resistenz gegen Levelrecycling mitbringt und etwas für Shooter übrig hat, bei denen Schleichen optional ist, wird mit diesem Titel Spaß haben.

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