Test: Bound by Flame

Bound by Flame

Leider gibt es nur sehr wenige Monster mit solchem starken Design.

Unser Held Vulcan gehört einer Söldner-Gruppe an, die angeheuert wurde um einen Magier-Bund dabei zu beschützen, ein magisches Ritual durchzuführen, was den Vormarsch so genannter Eislords mit ihren Horden von Untoten aufhalten soll. Das Ritual wird jedoch gestört und eine dämonische Entität fährt in unseren Helden, die fortan sein Denken und Handeln teilweise beeinflusst. Es liegt am Spieler sich diesen Einflüssen hinzugeben oder zu widerstehen. Da das Ritual jedoch nicht vollendet wurde und die Welt nun nahe am Abgrund steht und es bald keine Auftraggeber mehr für Söldner gäbe, beschließt die Gruppe weiterhin mit den Magiern zu reisen, den anrückenden Horden zu entfliehen und gleichzeitig nach einer Lösung zu suchen.

Insgesamt würde ich das Spiel nicht empfehlen. Höchstens zum Low-Budget Preis. Das Spiel war von Anfang an ein Wackelkandidat für eine Empfehlung. Aufgrund der Charaktere und des fast paced Plots jedoch gefiel es mir zwischendurch ziemlich gut. Letzten Endes zerstört es sich selbst, in dem der Schwierigkeitsgrad lächerlich angezogen wird. Gegner fressen hunderte von Schlägen, man selbst hält jedoch nur wenig aus. Mit genug Ausdauer und Gesundheitstränken ist jeder Kampf zu schaffen, nicht aber wegen besonderer Taktik und Können. Das bedeutet, dass sich der Schwierigkeitsgrad nur durch (mangelnde) Ausdauer des Spielers kennzeichnet. Der Endkampf war nervig hoch drei. Selbst auf den einfachsten Schwierigkeitsgrad wurde mitmal soviel Schaden ausgeteilt wie sonst auf dem zweiten oder dritten, während die normalen Gegner und Bosse vergleichsweise wenig abziehen auf dem einfachsten Level. Zu keinem Zeitpunkt fühlt man sich richtig stark, man macht unsagbar wenig Damage und die Boni durch das Craften mutieren deshalb zum Witz. Ob nun 20 oder 25 Damage spielt keine Rolle. Benötigt man eben 97 statt 100 Schläge.

Die Charaktere kommen nicht an die Tiefe der Genre-Vertreter wie Dragon Age oder Mass Effect heran, sind jedoch nicht völlig farblos. Gute Ansätze wurden hier leider zum Verfaulen liegen gelassen. Im großen und ganzen also wirklich schade, so ist die Weltuntergangsstimmung sehr bedrückend, der Soundtrack von Olivier Derivière (Assassin’s Creed IV, Remember Me) hervorragend stimmig und die Fokusierung auf wenige NPCs durchaus mal was anderes. Wäre die Gamebalance nicht so grottig, hätte es noch gerade so eine Empfehlung von mir bekommen.

“Nur im Sale und bei RPG-Durststrecken zu empfehlen.”

 

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