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Test: Kingdom Rush (Android)

Kingdom Rush Last Campaign Mission

For honor and glory!

Auf dem Handyspiele-Markt dominieren einfache Spielprinzipien. Zu Recht, denn auch wenn mobiles Gaming in den Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat, und man heutzutage auch mal zu Hause auf der Couch mit dem Tablet oder Smartphone spielt, ist der Grundgedanke immer noch der des kurzweiligen virtuellen Vergnügens. Kurzweiligkeit erfordert einen einfachen und schnellen Zugang sowie schnelle Erfolge. Dennoch muss es Abwechslung für den Spieler geben und zugleich nicht billig wirken in Erscheinung (visuelle Effekte, Interface) und Grundmechaniken. Und hier macht Kingdom Rush nahezu alles richtig.

Das Spiel bietet viele, aber übersichtliche Inhalte. Zum Einen gibt es eine Kampagne; aneinander gereihte und thematisch gewissermaßen passende Missionen mit weitestgehend dem selben Ziel: Verhindere das Durchstoßen der Gegner durch deine Verteidigung. Dazu werden Gebäude oder Türme gebaut, die unterschiedliche Einheiten produzieren und Vor- und Nachteile haben; also ganz klassische Tower Defense.

Kingdom Rush

Die richtige Kombination ist entscheidend, damit Vorteile verstärkt und Nachteile negiert werden. Das grundlegende Prinzip: bindet Gegner mit Soldaten, die zwar wenig Schaden machen, aber einiges aushalten, und feuert mit euren Bogenschützen, Magiern oder Artillerie auf die gebundenen Gegner. Nur so kann der Schaden konzentriert, über die Dauer ausgeteilt und maximiert werden. Sterben eure Soldaten jedoch zu schnell oder können sie nicht genug Gegner binden, können die Feinde schnell der Reichweite eurer Fernschützen entkommen. Hier müssen also entweder mehr Soldaten rekrutiert werden, die vorhandenen verstärkt oder die Schützen verbessert werden. Oder alles zusammen. Das kostet Geld, welches wir durch das Besiegen der Kreaturen bekommen. Rufen wir eine Gegnerwelle frühzeitig vor ihrem eigentlichen Erscheinen, gibt es einen Geld- und Cooldown-Bonus für unsere Fertigkeiten.

Kingdom Rush

Das Spiel endet, wenn wir keine Lebenspunkte mehr haben, also zu viele Gegner durchlassen oder alle Gegnerwellen besiegen. Anschließend werden wir mit 1, 2 oder 3 Sternen belohnt abhängig von unseren verbliebenen Lebenspunkten. Das motiviert, denn man möchte möglichst alle drei Sterne abgreifen, die man dazu verwendet um seine Einheiten und Fertigkeiten permanent aufzuwerten. Und natürlich für’s eigene Ego, dass man einen Level nicht hätte besser abschließen können.

Google Play bzw. Steam Erfolge sowie daran gekoppelte Ingame-Erfolge kitzeln zusätzlich euer Belohnungszentrum. Man, fühlt sich das gut an! Außerdem gibt es in einigen Missionen Bosse, die besiegt werden müssen. Das sind fast immer besonders große Gegner, die viel aushalten, eure Einheiten mit einem Schlag auslöschen und auch Gebäude temporär ausschalten können, sich dafür aber besonders langsam bewegen. Ein Endboss friert beispielsweise eure Gebäude ein, die ihr mit schnellen Drücken auf das entsprechende Gebäude schneller befreien könnt.

Kingdom Rush Missions Auswahl

Jede Mission bietet drei Schwierigkeitsgrade und drei zusätzliche Herausforderungen, die euren Defense-Aufbau beeinflussen, so sind z.B. bestimmte Gebäudearten oder Helden verboten. Und Helden sind verdammt wertvoll, da sie direkt vom Spieler gesteuert werden können, viel einstecken und austeilen können. Neben den Kampagnen-Modus mit seinen zusätzlichen Herausforderungen pro Mission, gibt es noch Endlos-Modus, in dem es darum geht so viele Wellen wie möglich aufzuhalten.

Kingdom Rush Buy Hero

Kingdom Rush Buy GemsNatürlich geht heutzutage auch nichts mehr ohne In-Game- oder In-App-Käufe. Durch das Besiegen von Gegner droppen oft Juwelen, die, anders als Gold, permanent eurem Konto gut geschrieben werden. Damit lassen sich vor Missionen Gegenstände kaufen, die einmalig, aber zu einem Zeitpunkt eurer Wahl eingesetzt werden können. Damit lassen sich Gegner einfrieren oder verletzen. Auch Gold kann man sich kaufen um schneller mehr oder bessere Gebäude bauen zu können. Die Juwelen lassen sich natürlich nicht nur finden, sondern mit Echtgeld kaufen. Notwendig, um das Spiel abzuschließen, ist das aber nicht. Selbst alle Sterne, also je drei pro Level, lassen sich erobern, ohne Geld dafür auszugeben. Leicht wird es aber, vor allem später, nicht!

Und der Schwierigkeitsgrad zieht nach und nach ordentlich an, da immer mehr Gebäude und Upgrades für diese freigeschaltet werden und ihr somit sehr viele Kombinationsmöglichkeiten bekommt, die alle harmonieren müssen, um jedes Level perfekt abzuschließen. Außerdem werden die Runden immer länger, so dass ein Level später auch mal gut 15 bis 25 Minuten dauern kann. Ideal für unterwegs ist das natürlich nicht mehr. Wer es auf dem PC spielt, wird damit sicher weniger ein Problem haben.

Das Spiel ist äußerst liebevoll gestaltet, vom Interface bis zu eigentlichen Grafik. Die Benutzeroberfläche ist hübsch, aufgeräumt und passt thematisch super, mit seiner Holzoptik und leicht übertriebenen Comic-Look. Dazu gibt es In-Game Tipps und eine Enzyklopädie, die alle Informationen über mögliche gegnerische Einheiten zusammenfasst. Die Levels sind alle abwechslungsreichen gestaltet und haben
ebenfalls ein jeweils eigenes Setting. Gemäßigtes Klima, über vereiste Schneewelten bis hin zu düsteren Untoten- und Monsterwelten.

Kingdom Rush ist ausgeprochen liebevoll gestaltet, motiviert für ein mobiles Spiel unglaublich lang und bietet sowohl spielerisch als auch visuell abwechslungsreiche Level. Nach Abschluss der nicht weiter erwähnenswerten Kampagnen gibt es noch extra schwere Bonus-Missionen. Die Steam-Version bietet gegenüber der Android- und iPhone-Version weitere Kampagnen-Missionen, kostet dafür aber 9,99 EUR. Das mag etwas viel erscheinen, in einem Sale ist dieses Spiel allerdings pflicht! Auch Spieler, die vorher nichts mit Tower-Defense-Spielen zu tun hatten, werden hier sicher begeistert sein.

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